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Supervulkane
Der Ausbruch eines Supervulkans hätte massive Auswirkungen auf die gesamte Erde und wäre vergleichbar mit den Folgen eines Einschlags eines Asteroiden mit 1 Kilometer Durchmesser, berichtet die Londoner Geological Society in einem Bericht an die Britische Regierung (März 2005). Ein solcher Ausbruch ist zudem 5-10 Mal wahrscheinlicher als ein Asteroiden-Einschlag dieser Größenordnung. In der Zukunft könnte es möglich sein, Asteroiden von ihrem Kurs abzulenken und damit die Erde zu retten, die Gewalt eines Supervulkans abzumildern ist noch nicht einmal als Sciencefiction-Szenario denkbar. Was ist eigentlich
ein Supervulkan? Die bekannten Supervulkane wie Yellowstone sind seit Jahrmillionen aktiv, brechen in gewaltigen Eruptionen aus und sind dann lang Zeit inaktiv - zwischen einigen tausend und über hunderttausend Jahren. Unter manchen Supervulkanen werden Hot Spots vermutet. Supervulkane stoßen stets unvorstellbare Magmamengen aus und das in sehr kurzer Zeit, also sehr explosiv.
Zum Vergleich: beim Ausbruch des Mount St.Helens 1980 wurde etwa 1 Kubikkilometer Magma ausgestoßen (Infos: -> hier klicken!), beim berühmten Vesuvausbruch 79 v.Chr. etwa 5 Kubikkilometer, während des Krakatauausbruchs 1883 etwa 12 Kubikkilometer und bei dem größten Vulkanausbruch der letzten tausend Jahre, dem Tambora-Ausbruch 1815 etwa 30 Kubikkilometer. Die größte bekannte Super-Eruption, das sog. "Fish Canyon Tuff-Ereignis" in Colorado (USA), warf wohl ungefähr 5000 Kubikkilometer Magma aus! Ein kleiner Supervulkan stößt mindestens 100 Kubikkilometer aus. Stieß der Vesuv 79.v.Chr. etwa hunderttausend Kubikmeter Masse pro Sekunde aus, kann ein Supervulkan bis zu hundertmillionen Kubikmeter pro Sekunde auswerfen! Zurück von einem solchen Ausbruch bleibt an der Erdoberfläche eine unregelmäßig geformte Einsturzstruktur (Caldera) über der geleerten unterirdischen Magmakammer. Solche Calderen füllen sich manchmal mit Wasser und sehen aus wie andere große Seen oder bleiben als große Täler in der Landschaft sichtbar. Schon allein deswegen kennen wir nur einen geringen Teil der potentiellen Supervulkanregionen.
Vier Beispiele: Folgen eines Supervulkan-Ereignisses Wurde das Jahr des Tamboraausbruchs 1815 als "Jahr ohne Sommer" bekannt, wären die Auswirkungen eines Supervulkanereignisses deutlich größer. Bei einem Ausbruch in der Größenordnung von Toba könnten die Temperaturen auf der Nordhalbkugel um bis zu 10°C sinken (UK Meteorological Office’s Hadley Centre). Durch die Menge an Asche in der Atmosphäre und die ausgestoßenen Gase (Schwefel, ...) könnten die Temperaturen mehrere Jahre lang auf einem sehr niedrigen Niveau bleiben. Dabei würde unter anderem der tropische Regenwald vernichtet. Eine lang anhaltende Temperaturreduzierung könnte letztendlich auch eine neue Eiszeit auslösen. Wie häufig sind Ausbrüche von Supervulkanen?
Die Wahrscheinlichkeit für einen
Ausbruch eines kleineren Supervulkans im 21. Jahrhundert liegt insgesamt
etwa bei 1-6%. Ein Toba ähnliches Ereignis tritt allerdings nur etwa
alle 500.000 Jahre auf. Quelle: Sparks, R S J, et al. |