Die
Toshka-Lakes: Das New Valley Projekt -
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| Mubarak Pumpstation (Inbetriebnahme 03/2005) | - soll 200.000
ha Ackerland mit Wasser versorgen (Kosten ca. 500 Mill. Euro), - besteht aus 24 Pumpen, von denen 18 ständig laufen (Wasser-fördermenge pro Tag ca. 24 Millionen m3), - fördert Wasser aus 150 Meter Tiefe aus dem Nasserstausee (selbst bei mehrjähriger Dürre sinkt der Wasserspiegel des Stausees nicht so tief (max. Wasserstand im See 182 m)) |
| Sheik Zayed-Kanal (fertig 2005) | 50 km lang, offene Konstruktion, 8 m tief, oben ca. 50 Meter breit, Beton mit mehrfacher Abdichtung |
| 4 Seitenkanäle zur Wasserverteilung (fertig 2005) | 22 km lang |
| 114 Tiefbrunnen (Stand 2005) | erschließen zusätzlich fossile Grundwasservorräte, da das Projekt nur mit Nilwasser nicht durchführbar ist (siehe unten: Probleme) |
| Landwirtschaft Ende 2005 | Auf Testfeldern werden Melonen oder Trauben angebaut, alles befindet sich noch etwas im Versuchsstadium. |
| Fertigstellung Gesamtprojekt | 2017 |
| Siedlungsfläche (Endausbau) | angestrebt ist eine Verfünffachung der bisher in Ägypten verfügbaren Siedlungsfläche (von 5% des Landes auf 25%), 18 neue Städte sollen entstehen |
| landwirtschaftliche Nutzfläche (Endausbau) | ca. 1.375.000 ha |
| Kosten Gesamtprojekt (voraussichtlich) | ca. 60 Milliarden Euro |
| Finanzierung | hauptsächlich Saudi Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, ... |

11.12.2005: Teile der Toshkaseen scheinen ohne Wassernachschub und bei
beginnender Bewässerung von neu angelegten Feldern bereits verschwunden
zu sein. Der 50 Kilometer lange Sheik Zayed-Kanal mit 22 Kilometer langen
Nebenkanälen ist gut sichtbar.
(Ins Bild klicken für eine unbeschriftete große Abbildung)
ISS
Crew Earth Observations experiment and the Image Science & Analysis
Group, Johnson Space Center
Probleme
1. mit den übrigen Nutzern des Nilwassers:
In Nordafrika und dem Mittleren Osten leben mehr als 6% der Weltbevölkerung,
aber weniger als 2% der weltweiten Süßwasservorräte sind
dort verfügbar. Der extreme Wasserverbrauch macht den Nachbarn Ägyptens
große Sorgen.
Ägypten argumentiert, dass die Nilwasserentnahme von 55 Milliarden
Kubikmetern pro Jahr (wie im Nilvertrag von 1959 festgelegt) eingehalten
werden kann, da 1 Milliarde Kubikmeter Niederschlag, 7,5 Milliarden Kubikmeter
Grundwasserentnahme und 5 Milliarden Kubikmeter wiederaufbereitetes Wasser
von den landwirtschaftlichen Nutzflächen mit in den Gesamtverbrauch
eingerechet worden sind.
2. mit dem Grundwasserverbrauch:
Fossile Grundwasservorräte werden nicht mehr ergänzt, sie sind
damit irgendwann aufgebraucht.
3. mit der Bodenqualität
und der Versalzungsgefahr:
Um einer Bodenversalzung entgegenzuwirken sind häufig große
Mengen an Wasser nötig, die das aus dem Boden aufsteigende Salz abtransportieren.
Damit könnte der Wasserverbrauch drastisch annsteigen.
Die Bodenqualität wird sich erst im Laufe der Jahre zeigen, evtl.
sind sehr große Mengen an Kunstdünger einzusetzen, um einen
akzeptablen Ertrag zu sichern.
4. mit der hohen
Verdunstungsrate:
In Mitten der Sahara, bei 40°C und mehr und bei relativen Leuftfeuchtgkeitswerten
unter 30% ist die Verdunstung extrem hoch. Ob die Toshkaseen von Dauer
sein werden hängt sehr vom Wassernachschub ab. Auch könnten
sich an den Rändern bald Salzkrusten bilden, denn es wird ja andauernd
Wasser eingedampft, Salze und Mineralien bleiben zurück.
Quellen:
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www.geolinde.musin.de