![]() West-Afrika Im Grenzgebiet zu Guinea
entspringt der drittlängste Fluss Afrikas (nach dem Nil
mit 6670 km und dem Kongo mit 4370 km) |
Sierra Leone
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Hauptstadt: Freetown
(ca. 1.300,000 Einwohner)
Amtssprache: Englisch
Währung: Leone ( 1 Leone = 100 Cents)
| Fläche: | 71740 qkm |
| HDI (2005): | 0,366 (2003 0,298) |
| Einwohner (S 2006): | 5,7 Mio. |
| Bevölkerungsschätzung für 2050 (in Mio.) | 13,8 |
| Bevölkerungswachstum: | 2,3% |
| Altersstruktur: | 43% unter 15, 3% über 65 |
| Lebenserwartung: | 41 |
| Religion: | Naturreligionen, 39% Muslime (Sunniten), 8% Christen (v.a. Protestanten) |
| Einwohner pro Arzt: | 32.800 |
| Kindersterblichkeit: | 31,6% |
| Säuglingssterblichkeit: | 18,2% |
| HIV-Infizierte: | 7% |
| Analphabeten: | Männer 53%, Frauen 76% |
| Grundschüler (Einschulungsrate): | - |
| BSP/Kopf: | 210$ (2003 140$) |
| Reales BSP/Kopf (KKP): | 540$ (2003 460$) |
| Bevölkerungsanteil mit unter 2 US$/Tag | 75% |
| Erwerbstätige in der Landwirtschaft: | 61% |
| Anteil Landwirtschaft am BIP: | 53% |
| Stadtbevölkerung: | 36% |
| Glossar: Erklärungen zu Begriffen, Zahlen,... | |
17000 UN-Friedenssoldaten überwachen
2001/2002 die Entwaffnung der verschiedenen Milizen. Anfang 2002 waren 44000
Milizkämpfer entwaffnet. Noch lange nicht alle, aber eine Chance für
einen Neuanfang. Schließlich müssen sich die Millionen Flüchtlinge
innerhalb des Landes erst wieder eine neue Existenz aufbauen.
Im April 2003 beginnt die Arbeit der Wahrheits- und Versöhnungskommission
ihre Arbeit. Zuerst sollen die Kriegsgreuel dokumentiert werden.

Arbeiter in einer Diamantenmine © USAID/L.
Lartigue
Der "Aufschwung" beginnt nicht bei den Armen. Ihre Arbeitsbedingungen werden sich nicht verbessern.

Im Krieg zerstörte Häuser in Koindu
zeigen grundlegende Probleme der Bevölkerung © USAID/L. Lartigue
Skrupellose Plünderer - illegale Fischer plündern das Meer vor Afrika für Europas Konsumenten
Aus: Greenpeace-Nachrichten 4/2001 (Mit freundlicher Genehmigung von Greenpeace Deutschland)
Ein Bericht von Bord der "MV Greenpeace", die vor der westafrikanischen Küste den illegalen Fangschiffen auflauert:
"Vom Rost zerfressen, kommt der schwarze Schrott-Trawler auf uns zu. Riesige
Schleppnetze zieht er hinter sich her. Die Männer haben es vor allem auf
die kostbaren Arten abgesehen. Der Name des Frachters ist verhängt. Kein
Zweifel, das sind Piratenfischer.
Weltweit gibt es etwa 1300 illegale Fangschiffe, unter ihnen auch amerikanische,
japanische und europäische. Sie fahren unter Billigflaggen von Ländern
wie Honduras, Panama und Belize. Diese Länder kümmern sich weder um
Fischereiabkommen noch darum, was und wieviel ihre Schiffe fangen.
Wir kreuzen vor der westafrikanischen Küste. Fast jedes Schiff, dem wir
begegnen, fährt unter Billigflagge. Sie fischen im industriellen Maßstab
- ununterbrochen. Besonders einfach haben es die Piraten in den Gewässern
von Guinea, Liberia
und Sierra Leone. Hier begegnen wir mehr als 30 Fangschiffen - vermutlich fischen
sie alle illegal. Durch Kriege und fehlende Kontrolle - in Sierra Leone gibt
es nicht einmal ein Überwachungsflugzeug oder Patrouillenboot - können
sie Fischbestände ungestört plündern und schnappen so den einheimischen
Fischern die Lebensgrundlage weg.
Die Crew eines der Schiffe lässt uns an Bord kommen. Die Arbeiter sind
freundlich und offensichtlich ohne Wissen über ihr illegales Tun. Der Fisch
ist für Europa, erzählen sie uns. Nein, nein, sie selbst fahren nicht
dorthin. Wie alle anderen laden sie den Fang auf hoher See auf ein Kühlschiff
um, das nach Las Palmas fährt - dem Hauptumschlagplatz für illegalen
Fisch.
Von dort gelangen große Mengen auch auf unsere Teller.
Um die Überfischung durch Piraten in den Griff zu bekommen, müssen
Häfen wie Märkte für den Fisch der Billigflaggen-Schiffe gesperrt
werden.
Wir fahren weiter nördlich Richtung Senegal.
Hier sind die Gewässer besser überwacht - dank der organisierten traditionellen
Kleinfischer. Piraten werden schnell entdeckt und die Marine greift ein. Hier
sehen wir keine Trawler, sondern viele afrikanische Fischerboote. Sie sind bunt
bemalt, voller Menschen und sehen aus wie schwimmende Basare."
Weitere Berichte zu illegaler Fischerei auf der Homepage von Greenpeace! (externer Link öffenet sich in neuem Fenster)
Weitere Infos zur Ausbeutung der Meere: -> hier klicken!
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