Wichtige Indikatoren der Unterentwicklung

Neben wirtschaftlichen Merkmalen, etwa dem BNE (BSP), werden heute zunehmend soziale Indikatoren in die Bewertung einbezogen, ob ein Land als unterentwickelt gelten soll, oder nicht.

1. Der Weltbank-Index:
Als unterentwickelt gelten Länder mit durchschnittlich niedrigem Pro-Kopf-Einkommen, unter 2 US$ pro Tag liegt hier die Schwelle für Armut, unter 1 US$ pro Tag die Grenze zur extremen Armut.

2. Der UNDP-Index der menschlichen Entwicklung:
Komplexer setzt sich der seit 1990 eingesetzte sog. Human Development Index (HDI) des United Nations Development Programme, des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen zusammen:

  • Lebenserwartung bei der Geburt
  • Bildung, im Sinne der Alphabetisierungsrate bei Erwachsenen (zu zwei Dritteln) und der Einschulungsrate (zu einem Drittel)
  • Lebensstandard, als reale Kaufkraft pro Kopf

Die drei Teilwerte gehen zu je einem Drittel in den HDI ein. Er kann zwischen 0 und 1 liegen. 0 bis 0,5 erhalten Länder mit geringer Entwicklung, von 0,5 bis 0,8 mit mittlerem Entwicklungsstand und darüber als hoch entwickelt eingestufte Länder.

Der aktualisierte HDI für jedes Land der Welt in dem Daten erhoben werden konnten, wird jährlich vom UNDP im Human Development Report veröffentlicht.

Aus der errechneten Indexzahl wird jährlich neu die Rangfolge der Staaten der Welt festgelegt.

HDI 2010:


Mehr Indikatoren/Indices: Der Welthungerindex

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